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Olympia 1936: Spiele mit dem Tod

25.09.2005-28.09.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Olympia-Stadion, Berlin  


Die Olympischen Spiele vor fast 60 Jahren waren nicht nur die heiteren Spiele des Friedens. Schließlich wurde im Stadion sogar für den Krieg produziert, und es war einer seiner letzten Schauplätze. Die massive Stadionarchitektur, die Zuschauer, künstlerische Darstellungen und die sportlichen Wettkämpfe sollten ein Gesamtkunstwerk ergeben. Dabei wurden Opferkult und Todesmystik wirkungsvoll inszeniert. Eine aufregende Spurensuche in einem eindrucksvoll sanierten und modernisierten Denkmalensemble.

Treffpunkt und Start: U-Bhf Olympia-Stadion (Ost), Ausgang.

Das Stadion kann aufgrund von zusätzlichen Veranstaltungen zu einem angegebenen Termin geschlossen sein. Es wird keine Alternativtour angeboten. Weitere Informationen beim Info-Service, Tel. 030.455 30 28 oder unter www.stattreisenberlin.de.

 
Eintritt: 8,00 zzgl. Eintritt für das Stadion 2,00. Ermäßigt 6,00 zzgl. Eintritt für das Stadion 2,00.



Oneg Schabbat

14.03.2005-24.03.2005
Ausstellung
Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Berlin  


In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der VHS Nordrhein Westfalen und der Bildungsorganisation Arbeit und Leben entstand die Ausstellung "Oneg Schabbat", die sich dem Ringelblum-Archiv widmet. Diese Sammlung von Dokumenten und Exponaten wurde von Bewohnern/Häftlingen des Warschauer Ghettos in der Zeit ihres "Eingepferchtseins" zusammengetragen. Schriftsteller, Geistliche, Lehrer und der Historiker Emanuel Ringelblum, nach dem die Sammlung schließlich benannt wurde, wollten das unbeschreibliche Leid im Warschauer Ghetto vor seinem späteren Vergessen bewahren und suchten, horteten und versteckten all das, was dieses Leiden dokumentieren kann.


Passionen. Irgendwo - Premiere der Theaterwerkstatt des Dritten Frühlings

20.11.2005, 16.00 Uhr
Theater/Kabarett/Tanz/Modenschau
Museum Neukölln, Berlin  


Ein chorisch-choreographisches Theater, eine Montage von Texten aus Flüchtlingsbiographien und Schuberts "Winterreise", entwickelt von Frauen der Theaterwerkstatt des "dritten frühling e.V." unter künstlerischer Leitung von Birgit Reibel.

Bitte anmelden!

 
Eintritt: frei.



Polen und Deutschland

02.06.2005, 9.00-18.00 Uhr
Fachpublikum
Berliner Rathaus, Berlin  


Die Tagung aus Anlass des 60. Jahrestages des Kriegsendes 1945 richtet sich an Lehrkräfte aus Polen und Deutschland. Sie verfolgt als übergeordnetes Ziel, den Dialog, die Verständigung und die Kooperation zwischen den beiden Völkern zu fördern. Multiperspektivität ist Organisationsprinzip. Die Tagung findet im Rahmen der trilateralen Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg sowie der Wojewodschaft Großpolen statt. Das LISUM veranstaltet die Tagung im Rahmen ihres Auftrags zur Lehrerfortbildung und im Hinblick auf den Schwerpunkt Demokratieerziehung und interkulturelle Bildung. Beabsichtigt ist, gemeinsam mit Pädagogen aus Polen und Deutschland zu erörtern, wie die Zusammenarbeit im Bildungsbereich angesichts der Dynamik des europäischen Integrationsprozesses vertieft werden kann. Es geht insbesondere darum, die Kenntnisse über die Geschichte und Gegenwart des Nachbarlandes zu fördern, einen multiperspektivischen Ansatz im deutsch-polnischen Dialog zu entwickeln sowie konkrete Anregungen für Unterrichtende in ihrer interkulturellen Bildungsarbeit anzubieten.

Zur Tagung sind insgesamt 120 Lehrerinnen und Lehrer aus Berlin, Brandenburg und Polen (jeweils 50 Lehrkräfte) eingeladen. Zielgruppe sind insbesondere Lehrkräfte, die an ihren Schulen deutsch-polnische Kooperationen, bilinguales Lernen und interkulturelle Bildung verstärken wollen. Geplant sind Fachreferate, Podiumsdiskussionen und Workshops zu Themen der deutsch-polnischen Beziehungen und Fragen der europäischen Integration mit dem praktischen Ziel, Lehrern zu helfen, deutsch-polnische Kooperationen an den Schulen aufzubauen und Kontakte mit außerschulischen Partnern zu vermitteln.
Partner und Förderer der Tagung sind: Senatskanzlei Berlin (Europareferat), Botschaft der Republik Polen, Robert-Bosch-Stiftung, Deutsch-Polnisches Büro/Posen, Freunde und Förderer des LISUM e. V., DeutschlandRadio Berlin, Deutsch-Polnische Gesellschaft, Berlin Tourismus Marketing GmbH, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Tagungsablauf:
Begrüßung durch die Staatssekretärin Monika Helbig, Beauftragte des Landes Berlin beim Bund und Europabeauftragte
· N.N., Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin
· Staatssekretär Martin Gorholt, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Brandenburg (angefragt)
- 9.30 Uhr Einführungsreferat: Zur Geschichte und Perspektiven der deutsch-polnischen Beziehungen: Prof. Dr. Klaus Ziemer (Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau)
- 10 Uhr Podiums-Diskussion zu ausgewählten Fragen der deutsch-polnischen Nachbarschaft (Geschichte der deutsch-poln. Beziehungen, Autostereotype - Heterostereotype, Polen und Deutschland im neuen Europa, Konfliktfelder) mit Prof. Dr. Klaus Ziemer, Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau, Adam Krzeminski, Publizist, Warschau, Dr. Jan Rydel, Botschaft der Republik Polen, Berlin, Prof. Dr. Philipp Ther, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Robert Baag, DeutschlandRadio (Moderation).
-13.30-16.45 Uhr Workshops zu folgenden Themen:
- Studien- u. Gedenkstättenfahrten, Prof. Dr. Norbert Weber, Technische Universität Berlin, Tomasz Kranz, Gedenkstätte Majdanek, angefragt, Dr. Wolfram Meyer zu Uptrup, Brandenburg
- Interkulturelles Lernen, Polnischunterricht, deutsch.-poln. Schulpartnerschaften mit Dr. Roland Jerzewski, Deutsch-Polnischer Koordinator Berliner Schulen, Petra Weißflog, Brandenburg, N.N., Polen
- Der Zweite Weltkrieg in der Erinnerung von Polen und Deutschen mit Christoph Hamann, LISUM Berlin, Dr. Beate Kosmala, Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin, · Dr. habil. Jerzy Kochanowski, Deutsches Historisches Institut Warschau
- Polen und Deutsche in den Medien mit Jacek Lepiarz, Polnische Presseagentur, Thomas Urban, Süddeutsche Zeitung, Michael Metto, LISUM Berlin
- Qualifizierung für Leben und Arbeit im deutsch-polnischen Verflechtungsraum mit Dr. Hans-Jürgen Lindemann LISUM Berlin, Prof. Dr. Tomasz Budnikowski, Polen
- 17-18 Uhr Berichte aus den Workshops - Abschlussdiskussion mit Prof. Dr. Norbert Weber, Technische Universität Berlin, Dr. Roland Jerczewski, Gabriele-von-Bülow-Gymnasium Berlin, Dr. Meyer zu Uptrup, Ministerium für Bildung, Brandenburg, Michael Metto, LISUM Berlin, Dr. Hans-Jürgen Lindemann, LISUM Berlin, Christoph Hamann, LISUM Berlin.



Politik der Schuld

24.02.2005-26.02.2005, 10.00-13.00 Uhr
Fachpublikum
Zeughauskino, Berlin  


Eine Tagung des Hamburger Instituts für Sozialforschung in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum, Berlin. Die Tagung läuft im wissenschaftlichen Begleitprogramm zur Ausstellung" Mythen der Nationen. 1945 - Arena der Erinnerungen". Begrüßungsrede: Hans Ottomeyer (Berlin), Eröffnungsvortrag: Adam Krzeminski (Warschau), Moderation: Etienne Francois (Paris, Berlin). Eröffnung am Donnerstag, den 24.02.05, 18 Uhr.

Anmeldung zur Tagung im Tagungsbüro unter Tel. 030.20 30 41 51, Fax 030 20 30 41 52 oder email tagungsbuero@dhm.de.

 
Eintritt: 5,00.



Prag, 27. Mai 1942, 10.35 Uhr - Das "Heydrich-Attentat"

08.12.2005-30.04.2006
Ausstellung
Deutsches Technikmuseum Berlin, Berlin  


Am Mittwoch, den 27. Mai 1942 traf Reinhard Heydrich, den maßgeblichen Vorbereiter des Holocaust und Schlüsselfigur des Staatsterrors im Dritten Reich, um 10.35 Uhr in einer Haarnadelkurve im Prager Vorort Liben eine Handgranate. Acht Tage später erlag er seinen Verletzungen. Die Liquidierung des "Stellvertretenden Reichsprotektors für Böhmen und Mähren" erfolgte durch zwei Feldwebel der tschechoslowakischen Exilarmee: Jan Kubis und Josef Gabcík. Wer die Attentäter waren, was sie bewegte, von wem sie beauftragt waren, wie ihre Aktion im Einzelnen organisatorisch, vor allem technisch, verlief und welche Folgen sie hatte - das sind die zentralen Themen der Sonderausstellung des Militärhistorischen Instituts Prag im Deutschen Technikmuseum Berlin.

Die Ausstellung " Prag, 27. Mai 1942, 10.35 Uhr - Das 'Heydrich-Attentat'", die unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Tschechischen Republik steht, dokumentiert eingehend die grausamen Vergeltungsmaßnahmen der Nationalsozialisten: die Vernichtung der Bergarbeitersiedlung Lidice und des böhmischen Dorfes Lezáky und den Blutzoll, den die zahlreichen Helfer der Attentäter sowie eine kleine und mutige orthodoxe Kirchengemeinde in Prag zahlen mussten.

Die Ausstellung versteht sich als ein detaillierter Beitrag zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs und zeigt eindringlich auf, wie bedrängte, der Gewalt ausgesetzte Menschen sich mit Zivilcourage und Mut zur Wehr setzen können. Für das deutsche Publikum dürfte die tschechische Sicht auf die Person Heydrich, das Attentat und seine Folgen von besonderem Interesse sein. Angesichts des moralischen Drucks der Mächtigen sind gerade die Charaktereigenschaften der Machtlosen von entscheidender Wichtigkeit. Ein würdevolles Selbstbewusstsein, die Erkenntnis der eigenen Bedeutung und Verantwortung sind in der Position des Schwächeren Stärke. Diese moralischen Werte sollten die erste Waffe der Verteidigung des unterdrückten Menschen sein." (Nationale Gedenkstätte für die Opfer der Heydrichiade, Prag 2002.)

In der Tschechischen Republik erhielt die Ausstellung unter dem Titel "Anthropoid - Das Attentat", welche nunmehr erstmals außerhalb der Landesgrenzen gezeigt wird, im Frühjahr 2005 besondere staatliche Auszeichnungen.

Die Ausstellungsbereiche:
1. Die böhmische Krone und die Unabhängigkeit der Tschechoslowaken nach dem Ersten Weltkrieg. Die Münchner Verträge und die Okkupation der sudetendeutschen Gebiete 1938 sowie der Einmarsch der NS-Truppen 1939.
2. Die tschechoslowakische Exilregierung in London und die Organisation des zivilen Widerstands im "Protektorat Böhmen und Mähren".
3. Reinhard Heydrich - "Stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren", Chef der Geheimen Staatspolizei und des Reichssicherheitshauptamts. Die Organisation des Terrors und die Zerschlagung des Widerstands im "Protektorat Böhmen und Mähren".
4. "Anthropoid" - die tschechoslowakische Exilarmee, die Ausbildung und Vorbereitung von Fallschirmjägern in Schottland.
5. Der Beginn des militärischen Einsatzes "Anthropoid" und "Silver A", Dezember 1941. Die Feldwebel Jan Kubis und Josef Gabcík und ihr Auftrag zur Liquidierung von Reinhard Heydrich.
6. Der zivile Widerstand im "Protektorat Böhmen und Mähren".
7. Das Attentat auf Reinhard Heydrich am 27. Mai 1942 und sein Tod am 4. Juni 1942.
8. Die Heydrich-Herrschaft und der zivile Widerstand.
9. Die große Tat einer kleinen Gemeinde: die orthodoxe Kirche St. Kyrill und Methodius und die letzten Stunden der tschechoslowakischen Fallschirmjäger in der Krypta am 18. Juni 1942.
10. Gedenkfläche Lidice.
11. Kinosaal mit Dokumentationsfilm in deutscher und englischer Sprache.



Prag, 27. Mai 1942, 10.35 Uhr - Das "Heydrich-Attentat". Bewertung des Heydrich-Attentats

07.12.2005, 16.00 Uhr
Gespräch/Diskussion
Deutsches Technikmuseum Berlin, Berlin  


Die zweistündige Podiumsdiskussion widmet sich der Bewertung des Heydrich-Attentats aus tschechischer und deutscher Sicht vor historischem und aktuellem Hintergrund.

Podiumsgäste sind die Politikerin und Publizistin Dr. Antje Vollmer, Dr. Jaroslava Milotová, Direktorin des Instituts Theresien-städter Initiative, Michal Burian, stellvertretender Direktor des Militärhistorischen Instituts Prag und Dr. Andreas Wiedemann, Historisches Institut der Universität Düsseldorf/Prag.
Die Moderation erfolgt durch den dpa-Korrespondenten in Prag, Wolfgang Jung.



Pro memoria - 3. Internationale Woche der Menschenrechte in Neukölln

02.12.2005-10.12.2005
Sonstiges
Museum Neukölln, Berlin  


Zum dritten Mal wird im Bezirk Neukölln auf Initiative des Museums Neukölln eine Internationale Woche der Menschenrechte unter dem Motto: Pro memoria durchgeführt.

Am 10.12. 1948 verkündeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Auch heute, 57 Jahre danach, werden diese in vielen Teilen der Erde bedroht, permanent verletzt oder völlig außer Kraft gesetzt. Vor diesem Hintergrund wurde eine Veranstaltungsreihe entwickelt, die jeweils Anfang Dezember durchgeführt wird. Der Ansatzpunkt für das Gedenken an Verfolgung, Krieg und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist das Erinnern für die Zukunft.

Versucht wird, diese Woche in die Internationalität des Stadtteils einzubinden. In Neukölln leben Menschen aus mehr als 160 Nationen, viele von ihnen kommen aus Bürgerkriegsregionen und waren gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Ziel ist, dass Menschen generationsübergreifend und von unterschiedlicher Herkunft miteinander ins Gespräch kommen. In diesem Jahr wird während der Veranstaltungen dazu aufgerufen, durch eine Spende das AKINDA-Netzwerk Einzelvormundschaft Berlin des Vereins XENION (Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.) zu unterstützen. Die AKINDA - Mitarbeiter kümmern sich um Flüchtlingskinder, die ihre Eltern verloren haben.



Pro memoria: 3. Identity Talk mit Gößwald und Kees

09.12.2005, 19.00 Uhr
Gespräch/Diskussion
Museum Neukölln, Berlin  


Peter Kees, Künstler, und Udo Gößwald, Museumsleiter, unterhalten sich mit Christiana Wehrspohrn, Inhaberin des westafrikanischen Pubs "Home Touch", Anes Kafedzic, Oberschüler aus Friedenau, Claudia Schippel, Projektleiterin AKINDA, Xenion und Sabour Zamani, Afghanisches Kultur- und Kommunikationszentrum e.V. über Identitäten, Projekte und bürgerschaftliches Engagement.

Anmeldungen erbeten.

 
Eintritt: frei.



Pro memoria: Den Tagen, die kommen, gewachsen sein.

06.12.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Neukölln, Berlin  


Das Leben der Zenzl Mühsam in Briefen und Dokumenten

Vortrag von Uschi Otten, Regisseurin, Autorin, Mitherausgeber der Briefe Zenzl Mühsams bei der Erich-Mühsam-Gesellschaft

Zenzl Mühsams (1884-1962) Lebensgeschichte ist über lange Etappen die Leidensgeschichte einer unbeugsamen Frau, die ein Opfer von Verfolgung und Willkür dreier Diktaturen wurde. Als Gefährtin des anarchistischen Revolutionärs und Publizisten Erich Mühsam teilte sie mit diesem ein Ziel: die von Gewalt und Unterdrückung befreite Menschheit. Bis zum Machtantritt der Nazis und Mühsams Verhaftung 1933 führte das Paar in der Dörchläuchtingstraße 48 in Berlin-Britz ein offenes Haus für alle linksoppositionellen Kräfte. Nach Mühsams Ermordung im KZ Oranienburg (1934) ging Zenzl ins Exil, wo sie schnell zwischen alle Fronten geriet. In der Sowjetunion wurde sie wegen "konterrevolutionärer Aktivitäten" und "antisowjetischer Propaganda" zu Verbannung und Zwangsarbeit verurteilt, die auch nach dem Krieg noch nicht beendet waren. 20 Jahre Emigration bedeuteten für sie nahezu 20 Jahre Gefängnis, Straflager und Verbannung. Erst 1955 durfte sie das Land in Richtung DDR verlassen. Auch hier fand die "widerborstige Witwe“"keine Ruhe vor erneuter Demütigung und Repressalien durch die Staatssicherheit.

Besonders auch für Oberschüler empfohlen. Anmeldungen erbeten.

Bild: Zenzl und Erich Mühsam. Foto: Erich-Mühsam-Archiv, Stiftung Archiv der Akademie der Künste


 
Eintritt: frei.


Pro memoria: Der Völkermord an den Armeniern

02.12.2005, 19.30 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Neukölln, Berlin  


Vortrag von Recep Marasli, Publizist
Der Vortrag wird in türkischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt.

Eröffnungsveranstaltung der 3. Internationalen Woche der Menschenrechte in Neukölln

Begrüßung: Wolfgang Schimmang, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule und Kultur

In diesem Jahr jährte sich der durch die Jungtürkische Bewegung begangene Völkermord an den Armeniern zum 90. Mal. Vor dem Hintergrund der vor zwei Monaten in Istanbul stattgefundenen Armenienkonferenz wächst der Druck gegen die kategorische Verneinung des Genozids in der Endphase des Osmanischen Reiches 1915-1917 durch die offizielle türkische Politik.

Der kurdische Publizist Recep Marasli ist ein ausgewiesener Kenner der türkischen Geschichte. Er veröffentlichte zahlreiche Beiträge über die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den ethnischen Minderheiten in der Türkei. In der Türkei saß er viele Jahre als politischer Häftling im Gefängnis. Heute lebt er in Berlin. Seine Fluchtgeschichte wird in der Ausstellung: "Tiefe Spuren. Kriegsflüchtlinge 1945-2005" erzählt.

Anmeldung erbeten.

 
Eintritt: frei.



Pro memoria: Tunnelflucht aus dem Sowjetischen Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen 1948. Endstation: Neukölln

03.12.2005, 16.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Neukölln, Berlin  


Dr. Ines Reich, Gedenkstätte Sachsenhausen

Im Nov. 1948 gelang fünf Häftlingen des sowjetischen Speziallagers Nr.7 des NKWD die spektakulärste Flucht in der Geschichte des Lagers. Die als Tunnelflucht bekannt gewordene Befreiung endete in den Westsektoren. Einer der Häftlinge, der Heinersdorfer Fleischermeister Richard Vogel, konnte sich in Neukölln-Britz eine neue Existenz aufbauen.

Der Vortrag führt in die Geschichte des größten der insgesamt 10 Speziallager ein, die der sowjetische Geheimdienst NKWD in der SBZ/DDR eingerichtet hatte. Er stellt das Haftschicksal von Richard Vogel und seiner Flucht-Kameraden vor und erzählt die Fluchtgeschichte. Insgesamt hielt der NKWD etwa 60.000 Menschen in Sachsenhausen gefangen, von denen mindestens 12.000 in Folge der katastrophalen Haftbedingungen verstarben.

Anmeldung erbeten.

Bild: Dr. Ines Reich im Gespräch mit Franz Vogel, dem Sohn von Richard Vogel. Foto: Bärbel Ruben


 
Eintritt: frei.


Pro memoria: Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Neukölln - Kostenlose Stadtteilführungen für Schulklassen

07.12.2005
Stadtführung
Berlin


Arbeiten am Multimedia-Gedenkort im Rathaus

Vormittags, Treffpunkt: Rathaus Neukölln, vor der Freitreppe mit Ursula Bach, Politologin, und Christa Jancik, Museumslehrerin.

Im Mittelpunkt des zweistündigen Programms stehen Biografien von Neuköllnerinnen und Neuköllnern aus dem Widerstand. Die Klasse wird geteilt: Während die eine Hälfte etwa eine Stunde mit Multimedia arbeitet, nimmt die andere Hälfte an einem kurzen Stadtrundgang zu den Widerstandsorten rund ums Rathaus teil. Danach wechseln die Gruppen.

Das Angebot richtet sich in der Regel an Klassen ab der 9. Jahrgangsstufe.



Projekt Babij Jar in der Parochialkirche

08.05.2005, 11.00 Uhr
Musik/Konzert
Parochialkirche, Berlin  


Das Projekt "Babij Jar" im Rahmen der Einweihungsfeiern für das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas will den historischen wie den zeithistorisch-künstlerischen Implikationen gleichermaßen gerecht werden. Das Programm: Arnold Schönberg, "Kol Nidre" op. 39, NDR-Chor, Sprecher: Udo Samel

Johann Sebastian Bach, Matthäus-Passion, NDR-Chor

Dmitri Schostakowitsch, "Babij Jar", 13. Sinfonie b-Moll", op. 113, NDR-Chor

Die Aufführungen finden in deutscher, englischer, hebräischer und russischer Sprache statt.



Propaganda im kleinen Format. Briefmarkenentwürfe des Nationalsozialismus

09.10.2005, 16.00 Uhr
Führung
Museum für Kommunikation Berlin, Berlin  


Ausstellungsrundgang, Dauer: ca. 1 Stunde. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Ausstellung zeigt die Bandbreite ideologischer Bildmotive, die das "Dritte Reich" auf Postwertzeichen kommunizierte. Viele der rund 400 zwischen 1933 und 1945 veröffentlichten Marken erschienen anläßlich nationalsozialistischer Festtage wie des Nürnberger Reichsparteitags.



Rahel R. Mann

07.02.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Rathaus Schöneberg, Berlin  


Wir waren Nachbarn - 92 Biographien von jüdischen Zeitzeugen - Rahmenprogramm

Rahel R. Mann, eine Zeitzeugin aus Israel, überlebte als Kind versteckt in Berlin.

Im Alt-Schöneberger Saal



Ravensbrückerinnen

03.06.2005, 20.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Schwartzsche Villa, Berlin  


Loretta Walz liest aus ihrem Buch "Ravensbrückerinnen".

Bild: Bild: MDR



relativ jüdisch. Albert Einstein - Jude, Zionist, Nonkonformist

01.09.2005-30.09.2005
Ausstellung
Centrum Judaicum, Berlin  


Eine Ausstellung im Rahmen des Einsteinjahres 2005, einer gemeinsamen Initiative von Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, konzentriert sich die Ausstellung auf Einsteins Verhältnis zum Judentum.

Mit der Ausstellung "relativ jüdisch. Albert Einstein - Jude, Zionist, Nonkonformist" erinnert die Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum an den Juden Albert Einstein. Am 29. Januar 1930 gab Albert Einstein in der Synagoge ein Violinkonzert. Auch dies war Ausdruck dafür, wie sehr er sich mit der jüdischen Gemeinschaft identifizierte. Das Verhältnis zu ihr bezeichnete er als `stärkste menschliche Bindung’ seines Lebens
(Dr. Hermann Simon, Direktor des Centrum Judaicum).

Durch Originaldokumente, Multimedia-Installationen, Reproduktionen und Fotos zeigt die Ausstellung Einsteins Beziehungen zur Berliner Jüdischen Gemeinde, seinen Einsatz für die verfolgten osteuropäischen jüdischen Flüchtlinge und seine Einstellung zu zionistischen Ideen. Erstmals in Deutschland präsentiertes Film- und Audiomaterial soll den Besuchern einen unmittelbaren Zugang zum Thema ermöglichen. Einstein verstand sich stets als Teil der jüdischen Schicksalsgemeinschaft. Hatte er sich nach einer frühen religiösen Phase als konfessionslos bezeichnet, entwickelte Einstein mit dem Umzug nach Berlin im Jahr 1914 und unter dem Eindruck des wachsenden Antisemitismus der zwanziger Jahre eine tiefe Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft. Einstein wurde zu einem kritischen Unterstützer des Zionismus.

Anlass für das Einsteinjahr 2005 ist der 100. Jahrestag der Relativitätstheorie sowie der 50. Todestag Albert Einsteins. Im Mittelpunkt des Einsteinjahres steht neben der genialen wissenschaftlichen Leistung und ihrer Bedeutung für die moderne Welt die Beschäftigung mit dem Menschen Albert Einstein, dem Physiker, dem jüdischen Weltbürger, dem Pazifisten. Es ist eine gemeinsame Initiative, in der die wechselseitige Verantwortung von Wissenschaft und Gesellschaft in das öffentliche Bewusstsein rückt. Das Einsteinjahr 2005 ist der Beitrag Deutschlands zum "World Year of Physics" der UNESCO.

An Einsteins Synagogenkonzert erinnernd, finden in den Sommermonaten 2005 Konzerte in der Neuen Synagoge statt. In Zusammenarbeit mit dem Verein musica reanimata werden in "Gesprächskonzerten" Werke von Künstlern aufgeführt, die mit Einstein gemeinsam musizierten oder auf andere Weise mit dem berühmten Physiker und begabten Geiger in Verbindung standen.

 
Eintritt: 2,50. Ermäßigt 1,50.



Relativ und berühmt: Albert Einstein in Berlin

30.04.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Von 1914 bis 1932 lebte und arbeitete Einstein (1879-1955) in Berlin. In diese Zeit fallen die Veröffentlichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie, sein politisches Engagement und seine zunehmend internationale Berühmtheit. art:berlin zeigt Orte, an denen er gearbeitet hat und damit zugleich ein herausragendes Stück Berlin der Kaiserzeit und der Weimarer Republik.

Treffpunkt: Eingang Staatsbibliothek
Information: Tel. 030.28 09 63 90, www.artberlin-online.de

 
Eintritt: 8,00.



Relativ und berühmt: Albert Einstein in Berlin

22.05.2005, 11.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Von 1914 bis 1932 lebte und arbeitete Einstein (1879-1955) in Berlin. In diese Zeit fallen die Veröffentlichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie, sein politisches Engagement und seine zunehmend internationale Berühmtheit. art:berlin zeigt Orte, an denen er gearbeitet hat und damit zugleich ein herausragendes Stück Berlin der Kaiserzeit und der Weimarer Republik.

Treffpunkt: Eingang Staatsbibliothek
Information: Tel. 030.28 09 63 90, www.artberlin-online.de

 
Eintritt: 8,00.



Relativ und berühmt: Albert Einstein in Berlin

11.06.2005, 14.00 Uhr
Stadtführung
Berlin


Von 1914 bis 1932 lebte und arbeitete Einstein (1879-1955) in Berlin. In diese Zeit fallen die Veröffentlichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie, sein politisches Engagement und seine zunehmend internationale Berühmtheit. art:berlin zeigt Orte, an denen er gearbeitet hat und damit zugleich ein herausragendes Stück Berlin der Kaiserzeit und der Weimarer Republik.

Treffpunkt: Eingang Staatsbibliothek
Information: Tel. 030.28 09 63 90, www.artberlin-online.de

 
Eintritt: 8,00.


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