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Kultur des Erinnerns - Vergangenheitsbewältigung in Spanien und Deutschland

26.05.2005-28.05.2005
Gespräch/Diskussion
Institutio Cervantes, Berlin  


Symposium des Instituto Cervantes und des Goethe-Institutes

So sehr der Spanische Bürgerkrieg und die Transición einerseits sowie der Zweite Weltkrieg und die deutsch-deutsche Wiedervereinigung andererseits sich unterscheiden, so sehr verbindet beide Gesellschaften doch der Stachel einer traumatischen Erfahrung im 20. Jahrhundert, die auch auf die Ausbildung kultureller Identität schwerwiegenden Einfluss hatte. Ziel dieses Symposiums ist dabei nicht, das Unvergleichbare zu vergleichen, sondern strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihrer Bedeutung herauszuarbeiten.

Sektionen des Symposiums:
- Geschichte und Erinnerung
- Schweigen und Verdrängen
- Erinnerung als moralische Pflicht
- Erinnerungsarbeit konkret
- Zeitzeugen: was sie uns erzählen, was wir von ihnen lernen können
- Geschichte verstehen und erzählen: Die Bedeutung von Literatur und Film für die Geschichtsaufarbeitung

Teilnehmer:
Jorge Semprún, Günter Grass, Juan Goytisolo, Hans-Magnus Enzensberger, Juan Luis Cebrián, José María Ridao, Jutta Limbach, Santos Juliá, Volkhard Knigge, Reyes Mate, Emilio Silva, Joachim Gauck, Juan Aranzadi, Norbert Frei, Walter Bernecker u.a.

In deutsch und spanisch, weitere Informationen und Anmeldung unter www.cervantes.de/simposio_memoria, Tel. 030.25 76 18 26, symposium@cervantes.de.

Bild: Juan Goytisolo


 
Eintritt: frei.


Kulturveranstaltungen zum Tag des Denkmals

11.09.2005, 14.00-18.00 Uhr
Sonstiges
Die PUMPE - Jugendkulturzentrum, Berlin  


14 Uhr
Eröffnung des Tages des offenen Denkmals und Ausstellungseröffnung:
Welches Gesicht hat die Erinnerung?

15 Uhr
Szenische Lesung (auf Deutsch):
Der Krieg frisst die Schönste und die Schwächste
Leitung: Ekaterina und Victor Choulman, Dauer: ca. 50 min.
Die 12 Jugendlichen der Theatergruppe Katjuscha & Co kommen alle aus der ehemaligen Sowjetunion und leben schon einige Jahre in Berlin. In der szenischen Lesung, die sie speziell zum Tag des offenen Denkmals inszeniert haben, werden Briefe, Gedichte,Tagebuchaufzeichnungen und andere Textfragmente unter anderem von Svetlana Alexijewitsch, Anna Politkovskaja, einer anonym gebliebenen Berliner Krankenschwester u.v.a.. gelesen. Die Lesung wird mit Gesang, Tanz sowie Live-Musik gestaltet.
Die Texte geben Zeugnis vom Leben in den letzten Kriegs- und ersten Friedenswochen in Deutschland und Russland, sie spiegeln Erfahrungen und Erinnerungen deutscher und russischer Frauen im Zweiten Weltkrieg wieder. Auch 60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges werden Kriege geführt, die die Schönsten und Schwächsten fressen ... Mit der Lesung wird auch eine Brücke nach Tschetschenien und anderen heutigen Kriegsgebieten geschlagen, wo auch noch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Schönsten und Schwächsten gefressen werden ....

16-18 Uhr:
Ausschnitte aus aktuellen Inszenierungen in der PUMPE
Liveauftritte: Theater Grüner Hund, Jugendtheater FingFeuer, Improtheater Wat’n da los
Weitere Produktionen werden in Videomitschnitten zu sehen sein.

Eine Ausstellung gibt Einblicke ins das Programm und Veranstaltungen der PUMPE in diesem Jahr. Die neu renovierten Seminar- und Probenräume können besichtigt werden.

Die "Haferflockenswingers" werden durch das Programm swingen und rocken.

"Krieg und Frieden" wird von der PUMPE in Kooperation mit dem Haus der Jugend Wedding, der Jugendfreizeiteinrichtung "Die Arche" - Hohenschönhausen sowie dem Verband für Interkulturelle Arbeit Berlin/Brandenburg e.V. durchgeführt. Ermöglicht wurde das Projekt dank einer Förderung der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit Berlin.

 
Eintritt: frei.



Kunst in Auschwitz 1940-1945 - 140 Kunstwerke aus der Sammlung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim

25.05.2005-14.08.2005
Ausstellung
Centrum Judaicum, Berlin  


Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau in Oswiecim besitzt eine weitgehend unbekannte, umfangreiche Sammlung Bildender Kunst. Hierzu zählen 1470 Kunstwerke, die in der Zeit von 1940 bis 1945 im Konzentrationslager Auschwitz entstanden sind. Dieser Teil der Sammlung umfasst Stillleben, Landschaften, Karikaturen, Genreszenen und vor allem Porträts. Der 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist Anlass, 150 Kunstwerke aus der Lagerzeit in einer Ausstellung zu präsentieren. Krystyna Oleksy, stellvertretende Direktorin des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim: "Der 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ist ein Anlaß zur Reflexion über ein wichtiges und schwieriges Thema: Was war und was ist dieser Ort und welche Rolle sollte er in heutigen Zeiten spielen? Diese Fragen beantwortet die Ausstellung, die vom Museumspädagogischen Dienst, der Stiftung Neue Synagoge - Centrum Judaicum und dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau in Oswiecim vorbereitet wurde - diese Institutionen verbindet nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch die gemeinsame Geschichte und das gemeinsame Ziel. Die Ausstellung "Kunst in Auschwitz" ist eine Präsentation von 150 originalen Bildern und Zeichnungen, die aus den Sammlungen des Museums in Oswiecim stammen und von Häftlingen in KL Auschwitz ausgeführt wurden. In der Form der künstlerischen Retrospektive huldigt die Ausstellung denen, die im Lager umgekommen sind, und auch denen, die überlebt haben und in Kunstwerken das Bild der bitteren Erfahrungen, der vergangenen Geschichte, zur Warnung der neuen Generationen verewigten. Ich bin überzeugt, dass diese Ausstellung, eines der wichtigsten Ereignisse des 60. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau sein wird, und der Moment der Nachdenklichkeit, der diese Ausstellung begleiten wird, richtet die Aufmerksamkeit auf die Fragen nach der heutigen Welt. Das psychische und physische Leiden der Menschen wird besonders in den Porträts der Hauptsequenz der Ausstellung deutlich, ohne Terror und Gewalt direkt zu zeigen. In den Kunstwerken sind die Menschen »anwesend«: Diese Unmittelbarkeit hebt die Distanz zwischen Künstler und Dargestelltem auf. Die Bilder waren für die Künstler und für die Dargestellten elementare Lebens- und Existenzbeweise."

Der Künstler Franciszek Jazwiecki berichtete 1946: »Um eine Weile Glück zu erringen, vor allem, um zu vergessen, zeichnete ich mit Bleistift weiter in den Lagern Porträts. Diese im Verborgenen gemachten Porträts ließen mich vergessen, führten mich in eine andere Welt, in meine Welt der Kunst. Dass Zeichnen mit dem Tod bestraft wurde, nahm ich einfach nicht zur Kenntnis, nicht weil ich mutig war, sondern weil ich die Gefahr nicht beachtete, so anziehend war es, in der eigenen Welt zu schaffen.«

Die Spannung zwischen Kunst und Lageralltag, die Personalisierung des Grauens bieten eine neue Form der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Völkermords und Auschwitz. Die Objekte sind nicht nur authentisches Dokument eines grausamen Zeitabschnitts menschlicher Verrohung, sondern auch autonome Kunstwerke von eigener faszinierender Schönheit.

Die Ausstellung würdigt die Bilder aus Auschwitz als Kunstwerke. Dieser neue Ansatz erforderte eine intensive mehrjährige Forschungsarbeit besonders in Polen. In dem zweisprachigen Begleitband der Ausstellung (deutsch / polnisch) wird diese Position vertieft.

Die Ausstellung Kunst in Auschwitz 1940 -1945 entstand in einer Kooperation zwischen der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum und dem MD Berlin. Ohne die großzügige Unterstützung, das Öffnen aller Archive und den fachlichen Rat des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oswiecim wäre die Realisierung des Projekts nicht möglich gewesen.
Die Ausstellung sowie ein Rahmenprogramm werden unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes, der Kulturstiftung der Länder, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Auswärtigen Amt und der Gesellschaft für ein Jüdisches Museum Berlin.

>> Mehr Informationen

Bild: Marian Ruzamski, Unbekannter Mann, 1934-1944


 
Eintritt: 3,00. Ermäßigt 2,50.


Kunst und Politik - Bernhard Heiligers Kosmos 70

30.11.2005, 19.30 Uhr
Gespräch/Diskussion
Martin-Gropius-Bau, Berlin  





Künstler im Ghetto Theresienstadt und Konzentrationslager Dachau

07.11.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Tschechisches Zentrum, Berlin  


Der Vortrag von Daniela Uhrová (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg) wird mit einer Diavorführung illustriert.. Im Anschluss Publikumsgespräch mit Greta Klingenberg.

Weitere Informationen auch unter www.kleisthaus.de.

 
Eintritt: frei.



Lachen im Dunkeln. Amüsement im Lager Westerbork. 1942 - 1945.

28.04.2005-28.08.2005
Ausstellung
Anne Frank Zentrum, Berlin  


Das Durchgangslager Westerbork wurde von den deutschen Besatzern in Drenthe, einer Provinz im Norden der Niederlande, im Jahre 1942 erbaut. Das Lager wurde zur Inhaftierung jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland und Österreich 1939 errichtet. Zwei Jahre nach der Invasion Deutschlands in den Niederlanden, übernahmen die Nationalsozialisten das Lager und funktionierten es zu einem polizeilichen Durchgangslager um. Die Mehrzahl der Häftlinge wurde umgehend nach ihrer Ankunft in Westerbork weitergeschickt. Lediglich einige wenige blieben Wochen, Monate oder sogar Jahre in Westerbork, doch auch diese Häftlinge wurden schließlich deportiert. Mehr als 107.000 Jüdinnen und Juden, Sinti, Roma und Widerstandskämpfer/-innen wurden von Juli 1942 bis September 1944 deportiert, darunter auch Anne Frank und ihre Familie sowie die anderen Untergetauchten aus dem Hinterhaus. Nur 5.000 von ihnen überlebten den Horror der Konzentrations- und Vernichtungslager. Lager Westerbork ist somit untrennbar mit der Erinnerung an den Nazi-Genozid verbunden.

Trotz dieses einen Existenzgrundes war das Lager Westerbork gleichzeitig „eine Stadt in der Heide“, in der auch viele kulturelle Aktivitäten stattfanden: vom Sport bis zum Theater, von Musikdarbietungen bis zum Ballett. Innerhalb des Stacheldrahtzauns und im Blickfeld der Wachtürme war hier zu Kriegszeiten das vielleicht beste Kabarett der gesam- ten Niederlande zu finden.

Das Lager Westerbork war eine Welt unwirklicher Gegensätze. Das Extrem auf der einen Seite war das tiefe Elend der Transporte, das Extrem auf der anderen Seite waren die großartigen Revuen, für die weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Bei den beteiligten Gefangenen weckten sie die Hoffnung, unentbehrlich und damit sicher zu sein. Diese Hoffnung erwies sich als falsch.

Zeitzeugenberichte, einzigartige originale Filmbilder und zahlreiche Fotos und Tonaufnahmen dokumentieren den unwirklichen Alltag des Durchgangslagers Westerbork in den Niederlanden.

Die Ausstellung des Herinneringscentrum Kamp Westerbork wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande und des Ministeriums für Gesundheit, Gemeinwohl und Sport des Königreichs der Niederlande.

Bild: Esther Philips



Lange Filmnacht zur Langen Nacht der Museen

28.01.2006, 18.00 Uhr
Video/Film
Martin-Gropius-Bau, Berlin  


Spielfilme, die Bernhard Heisig inspiriert haben

"Westfront 1918", 1930, Regie Georg Wilhelm Pabst

"Im Westen nichts Neues", 1930, Regie: Lewis Milestone

"Die Brücke", 1959, Regie: Bernhard Wicki

"Jonny zieht in den Krieg, 1971, Regie: Dalton Trumbo - mit Donald Sutherland

"Der Soldat James Ryan", 1998, Regie: Steven Spielberg - mit Tom Hawks

 
Eintritt: frei für Besucher der Langen Nacht der Museen.



Lange Nacht des Erinnerns

30.04.2005, 17.30-0.00 Uhr
Sonstiges
URANIA, Berlin  


Themenabend zu 60 Jahre Kriegsende in Berlin in Kooperation mit dem Verein Berliner Unterwelten.

Vorträge und Filme, Zeitzeugenberichte, Lesungen und eine Tanzperformance rufen die dramatischen Ereignisse der letzten Kriegstage in Berlin und der frühen Nachkriegszeit in Erinnerung.

Weitere Informationen: www.urania-berlin.de und www.berliner-unterwelten.de.



Lebensbilder vom Kriegsgräberfriedhof Wilsnacker Straße

30.04.2005, 11.00 Uhr
Gedenkveranstaltung
Friedhof Wilsnacker Straße, Berlin  


Die Geschichtswerkstatt Tiergarten, die sich seit mehreren Jahren mit dem Kriegsgräberfriedhof in der Wilsnacker Straße beschäftigt, will Beiträge zum Gedenken leisten. An diesem Tag findet eine Einweihung der Gedenktafel mit einer Wandzeitung an der Friedhofsmauer und einer provisorischen Kennzeichnung der Grabanlagen statt. Die Veranstaltung wird von Zeitzeugen und deren Angehörigen moderiert.

Geplant sind zu diesem Thema außerdem Filme, Vorträge und Führungen.



Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 - 1945

12.05.2005-18.09.2005
Ausstellung
Deutsches Historisches Museum, Berlin  


Die Ausstellung des Fritz Bauer-Instituts und des Hessischen Rundfunks beschäftigt sich mit einem wenig bekannten Aspekt der Verfolgung und gibt, obwohl sie sich mit scheinbar rein bürokratischen Vorgängen befasst, einen tiefen Einblick in die Lebensgeschichten sowohl von Tätern als auch von Opfern der NS-Zeit. Anhand zahlreicher Dokumente, Fotografien und anderer Exponate zeigt sie, wie die Nationalsozialisten Gesetze schufen, die die jüdische Bevölkerung ihrer Existenzgrundlagen beraubten. Dies geschah nicht nur durch die bekannten Berufsverbote und so genannter Arisierungen, sondern auch durch Gesetze, die zahlreiche Sondersteuern und Abgaben regelten. Der zweite Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Umsetzung dieser Gesetze von der vollständigen Erfassung des Eigentums jüdischer Bürger bin hin zu seiner Verwertung auf öffentlichen Versteigerungen: Es kam zu öffentlich angekündigten Auktionen aus "jüdischem Besitz", auf denen in den 30er Jahren vorwiegend wertvolle Kunstgegenstände, später in großem Umfang Haushaltsgegenstände, Bekleidung, Wäsche oder auch Kinderspielzeug versteigert wurden.

Bild: Wolfgang Lauinger, jüdisch-stämmiger Augsburger, vom NS-Staat enteignet



Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933 - 1945

29.06.2005, 18.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Deutsches Historisches Museum, Berlin  


Informationsabend über die Stiftung ZURÜCKGEBEN anlässlich der Ausstellung "Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945", die vom Fritz Bauer Institut und dem Hessischen Rundfunk erarbeitet wurde und von Mai bis September im Deutschen Historischen Museum Berlin zu sehen ist.

Referenten: Christine Holzkamp, Vorstandsvorsitzende und Prof. Dr. Monika Richarz, Beiratsvorsitzende.

Bild: Wolfgang Lauinger, jüdisch-stämmiger Augsburger, vom NS-Staat enteignet



Lesungen mit Preisträgern und Jurymitgliedern des Nürnberger Menschenrechtspreises zum Thema "Menschenwürde"

19.09.2005-23.09.2005
Gedenkveranstaltung
Nürnberger Schulen  


Veranstalter sind der Verband Deutscher Schriftsteller (VS) in Zusammenarbeit mit dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg.


Malerei zwischen Staatsauftrag und Eigensinn. Berhard Heisig als Promotor der Leipziger Schule

17.11.2005, 20.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Martin-Gropius-Bau, Berlin  


Karl-Siegbert Rehberg, Professor für Soziologie an der Technischen Universität Dresden zum Thema "Malerei zwischen Staatsauftrag und Eigensinn. Berhard Heisig als Promotor der Leipziger Schule".

Gesprächsleitung: Eckhart Gillen. Eine Veranstaltung des Einsteinforums, Potsdam im Kinosaal.

 
Eintritt: frei.



Mein Jahr 1944/45

19.07.2005, 20.00 Uhr
Lesung/Vortrag
St. Matthäus-Kirche, Berlin  


Vortrag von Dr. Marianne Meyer-Krahmer in der St. Matthäus-Kirche.


Menschenbild und Volksgesicht. Positionen zur Porträtfotografie im Nationalsozialismus

08.07.2005-30.10.2005
Ausstellung
Museum Europäischer Kulturen, Berlin  


Porträtfotografien aus den 1930er und 40er Jahren bilden einen wesentlichen, nichtsdestotrotz vielfach umstrittenen Sammlungsakzent vieler Museen, so auch des Museums Europäischer Kulturen. Gerade an der Porträtfotografie entzünden sich Diskussionen. Wie ideologielastig und konstruiert sind diese Aufnahmen? Welche Bedeutung hatten sie in ihrer Zeit? Wieweit prägten sie als "wahres Volksgesicht" die Gesellschaft und grenzten Menschen aus dem gesellschaftlichen Verbund aus? Sind Fotografien inhaltlich und ästhetisch an ihre Zeit gebunden oder ändert der Zeitgeist auch die Perspektive der Aufnahmen? Die Ausstellung geht diesen Fragen am Beispiel der Fotografin Erna Lendvai-Dircksen - und anderer bekannter Lichtbildner der Zeit - mit ihren massenhaft in Büchern und Zeitschriften publizierten Fotografien nach. Sie präsentiert einen wichtigen Zeitabschnitt der visuellen Kultur, die bis heute Wirkung zeigt. Im Vergleich dazu wird die Vielfalt von heutigen Menschenbildern in einer großflächigen Installation deutlich: Sie zeigt einmal mehr, wie absurd die Suche nach einem "Volksgesicht" in Deutschland war und ist.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Institut Kunst im Kontext der Universität der Künste und dem Museumspädagogischen Dienst Berlin. Sie ergänzt die Ausstellung. "Die Stunde Null - ÜberLeben 1945".

Bild: Erna Lendvai-Dircksen, “Dithmarscher Bauernsohn“, Blatt 47770 aus dem Verlagsarchiv Volk und Welt, im Bestand des Museums Europäischer Kulturen; publiziert in: Das deutsche Volksgesicht, Band Schleswig-Holstein, Gauverlag Bayreuth 1939.



Menschenbild und Volksgesicht. Positionen zur Porträtfotografie im Nationalsozialismus

11.09.2005, 11.30 Uhr
Führung
Museum Europäischer Kulturen, Berlin  


Führung zur Ausstellung

 
Eintritt: 3,00.


Menschenbild und Volksgesicht. Positionen zur Porträtfotografie im Nationalsozialismus

09.10.2005, 11.30 Uhr
Führung
Museum Europäischer Kulturen, Berlin  


Führung durch die Ausstellung "Die Stunde Null - Überleben 1945"


Miniaturen einer Kindheit

25.05.2005, 19.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Ephraim-Palais, Berlin  


Begleitprogramm zur Ausstellung "Berliner Kindheit zwischen 1945 und 2005"

Im Kleinen Hof liest Helma Hörath aus dem Roman " Der krumme Löffel" von Manfred Bofinger.

 
Eintritt: frei.



Museum in aller Munde - Jesus und Mohammed - Poesie und Mystik

17.12.2005, 18.00 Uhr
Lesung/Vortrag
Museum Neukölln, Berlin  


Was geschieht, wenn Mohammed und Jesus sich begegnen? Streit oder Frieden? Ein Stück Poesie aus Bibel und Koran, verwoben mit Worten der christlichen und islamischen Mystik. Der Erzengel Gabriel führt durch das Programm, begleitet von Musik und Gesang. Zwei Schauspielerinnen sprechen Jesus und Mohammed. Ein ungewöhnliches Bühnenprojekt über die Begegnung zweier Weltreligionen. Nach dem Theaterstück „Jesus und Buddha – eine Begegnung“ ist dies die zweite Produktion der Theatergruppe spirit dialox. Das Ensemble von spirit dialox hat es sich zur Aufgabe gemacht, religiöse und spirituelle Texte als Bühnenprojekte zu realisieren.

Eine Produktion des Ensembles spirit dialox.
Darsteller: Nina Herting, Mia Kaspari, Mathias Eysen
Buch/Regie: Harald-Alexander Korp
Musik und Gesang: Hanan El-Shemouty
Islamwissenschaftliche Beratung: Dr. Thomas Ogger.

Vor, während und nach der Vorstellung werden orientalische Speisen gereicht. Preis für das Programm und Menü: 15 €. Das Programm kann nur komplett gebucht werden! Kartenvorverkauf ab 1. Dezember.

Anmeldungen/Infos unter Tel. 030.68 09 25 35.

Bild: Die Darsteller von spirit dialox. Foto: Harald-Alexander Korp



My Fathers House

23.02.2005, 20.45 Uhr
Lesung/Vortrag
Zeughauskino, Berlin  


Palästina / USA 1947, Regie: Herbert Kline, Drehbuch: Meyer Levin, unter Mitarbeit von Tereska Torres.

Der Film erzählt die Geschichte eines zehnjährigen Holocaust-Überlebenden, der in Palästina eine neue Heimat sucht.

 
Eintritt: 5,00.



MyFest im Garten

01.05.2005, 18.00-23.00 Uhr
Feste
Kreuzberg Museum, Berlin  


Live-Musik, Multivision, Informationsstände und Kulinarisches - Begleitprogramm zur Ausstellung "...ein jeder nach seiner Façon? - 300 Jahre Zuwanderung nach Kreuzberg und Friedrichshain".

Bild: Am Ende des Kriegs: Freunde oder Feinde? Foto: Kreuzbergmuseum


 
Eintritt: frei.

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Museumspädagogischer Dienst Berlin,
Klosterstrasse 68, 10179 Berlin, info@kulturprojekte-berlin.de
MD-Infoline: 030-90 26 99 444
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