Neunzehn fünfundvierzig - Friedensweihnacht

Do 22. Dezember 13.07 Uhr - DeutschlandRadio Kultur
Weihnachten 1945 im NKWD-Speziallager Fünfeichen

 
Von Jantje Hannover

Brennesseln, Kartoffelschalen und einen dreiviertel Liter Wassersuppe, dazu 200 Gramm Brot: Essensration für einen Tag. Schlafen auf blanken Holzbrettern über vereisten Barackenböden: Wer im Winter 1945 in einem Speziallager des NKWD in der sowjetischen Besatzungszone gefangen war, kämpfte ums nackte Überleben. Viele haben diesen Kampf verloren. Verhaftet wurden nach sowjetischer Lesart "feindliche Elemente, Spione und Diversanten". In Wirklichkeit traf es meist die niederen Chargen der NS-Hierarchie: einfache Parteimitglieder und Amtsträger, oder völlig unschuldige Menschen: Jugendliche, die als Werwölfe verdächtigt wurden, selbst Widerstandskämpfer, die als Antikommunisten angesehen wurden, bis hin zu Opfern gezielter Denunziation aus Missgunst und Neid.

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