Museum: Deutsches Theater und Kammerspiele

Straße: Schumannstr. 13A
Plz.: 10117 
Ort: Berlin

Telefon: 030-28441221
Telefax: 030-28441117
E-Mail: service@deutschestheater.de
Im Internet: www.deutschestheater.de

Verkehrsverbindung:

S-/U-Bahn: 5 Minuten vom S/U-Bhf. Friedrichstraße oder zum U-Bhf. Oranienburger Tor Bus: Linien 147 bis HSt. Albrechtstraße In der Nähe stehen eine begrenzte Anzahlt von kostenpflichtigen Parkplätzen zur Verfügung. - Straßenbahn: Linien 1, 13, 50 bis HSt. Friedrichstraße/Reinhardtstraße

Erbaut wurde das Deutsche Theater 1850, als Schauspieler-"Sozietät" gegründet 1883 von Adolph L'Arronge. Seinen Ruf, unter allen deutschen Bühnen der "Olymp" zu sein, erwarb sich das Deutsche Theater spätestens unter Max Reinhardt. Der bald weltberühmte Regisseur leitete es von 1905 bis kurz vor seiner Emigration 1933, ließ am Nachbargrundstück die modernen Kammerspiele bauen und versammelte um sich Schauspieler, deren Namen noch heute wie Musik klingen: Werner Krauss, Alexander Moissi, Gertrud Eysoldt, Tilla Durieux - das Deutsche Theater war ihnen "Heimat und Amme", wie die damals ebenfalls engagierte Elisabeth Bergner sagte. Seine Berühmtheit als eigenständige, bisweilen widerspenstige Bühne bewahrte sich das Deutsche Theater selbst in finsteren und schwierigen Zeiten: Mit einem tunlichst klassisch-humanistischen Programm brachte Reinhardts früherer Assistent Heinz Hilpert das Haus durch die Nazidiktatur. Nach dem Krieg fanden viele emigrierte Künstler am Deutschen Theater, nunmehr im politischen Osten Berlins gelegen, ein neues Zuhause. Wolfgang Langhoff wurde Intendant, in seiner aufbruchsorientierten Ära gründeten Bertolt Brecht und Helene Weigel am Deutschen Theater ihr Berliner Ensemble, und ab 1963 führte der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Heinz das Deutsche Theater glückhaft durch die zunehmend komplizierte Verbindung von Kunst und Kulturpolitik. Das Deutsche Theater war in der DDR - auch unter späteren Intendanten wie Gerhard Wolfram und Dieter Mann - ein Spiegel seiner Zeit, der sich aber das Glänzen nicht verbieten ließ. Mit "Nathan der Weise" war es 1945 wiedereröffnet worden, einem Stück, das bis heute ununterbrochen auf dem Spielplan des DT steht. In den 90ern wurde das Deutsche Theater zwei Mal von der Fachkritik als deutschsprachiges "Theater des Jahres" ausgezeichnet - bei Beginn der zehnjährigen Intendanz des Regisseurs Thomas Langhoff und für die Leistung, die der heutige Leiter der Schaubühne, Thomas Ostermeier, mit dem DT-Ensemble an der hauseigenen "Baracke" erbrachte